Uwe Schütte

W.G. Sebald
Leben und literarisches Werk

De Gruyter (Berlin/Boston) 2020

W.G. Sebald gilt international als der bedeutendste deutsche Schriftsteller des späten 20. Jahrhunderts. Der früh nach England emigrierte Sebald war ein eigensinniger Auslandsgermanist, dessen Prosawerk seit seinem vorzeitigen Tod im Jahr 2001 nicht nur in der Literaturwissenschaft eine außerordentliche Resonanz gefunden hat. Dieses Studienbuch des Sebald-Experten Uwe Schütte bietet eine so umfassende wie kritische Darstellung des literarischen Werks und erschließt die umfangreiche Sekundärliteratur.

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Rezensionen
Literaturkritik.de

 
Uwe Schütte

Kraftwerk
Future Music from Germany

Penguin (London) 2020

›We are not artists nor musicians. We are workers.‹ Ignoring nearly all rock traditions, experimenting in near-total secrecy in their Düsseldorf studio, Kraftwerk fused sound and technology, graphic design and performance, modernist Bauhaus aesthetics and Rhineland industrialisation – even human and machine – to change the course of modern music. This is the story of Kraftwerk the cultural phenomenon, who turned electronic music into avant-garde concept art and created the soundtrack to our digital age

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Rezensionen
New Statesman
The Guardian
Times Literary Review
The Independent
London Review of Books
The Quietus
The Times
Times Higher Education
The Electricity Club

 
Uwe Schütte

Annäherungen
Sieben Essays zu W.G. Sebald

Böhlau (Köln) 2020

Im Mai 2019 wäre W.G. Sebald 75 Jahre geworden. Ein ebenso kenntnisreiches wie persönliches Portrait des Schriftstellers in dem das widersprüchliche, komplexe Phänomen Sebald von einem seiner besten Kenner in sieben Zugängen ausgeleuchtet wird.
W.G. Sebald starb im Dezember 2001 bei einem Autounfall im Alter von nur 57 Jahren auf dem Gipfel seines Ruhms. Sein unmittelbar zuvor erschienener Roman »Austerlitz« machte den früh schon nach England emigrierten Schriftsteller zu international wichtigsten deutschen Autor. Mit Prosabänden wie »Die Ausgewanderten« und »Die Ringe des Saturn« hatte er in den 1990er Jahren vor allem die englischsprachige Welt begeistert. In Deutschland hingegen wurde Sebald oftmals kritisch gesehen, insbesondere aufgrund seiner literaturkritischen Interventionen und besonders wegen seiner provokativen Thesen zu »Luftkrieg und Literatur«.
Uwe Schütte hat bei Sebald studiert und kann auf persönliche Gespräche und Erlebnisse zurückgreifen, um ein kenntnisreiches Portrait dieses schwer zu fassenden Schriftstellers zu zeichnen.

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Rezensionen
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Taz
Journal of European Studies

 
Uwe Schütte / Johann Lughofer / Daniela Kirschstein (Hrsg.)

Gesamtkunstwerk Laibach
Klang, Bild, Politik

Drava (Klagenfurt) 2018

Bereits fast vierzig Jahre lang verstört und entzückt das Künstlerkollektiv Laibach durch die Verwendung totalitärer Symbolik und martialischer Industrial-Klänge die internationale Musikszene. Laibach hinterfragt nicht nur kommunistische und nationalistische Denkstrukturen kritisch, sondern staatliche und religiöse Machtstrukturen insgesamt, sowie darüber hinaus kulturindustrielle Vermarktungsmechanismen und die politischen Manipulationsstrategien der Populärkultur.
Deutsch- und englischsprachige Kulturwissenschaftler erproben in diesem Band neue Zugriffe auf das erstaunlich langlebige Werk der slowenischen Provokateure, die zuletzt durch die 2015 gespielten Konzerte im kulturell abgeschotteten Nordkorea für Aufsehen sorgten. Von den Anfängen 1980 im kommunistischen Jugoslawien bis zum 2017 veröffentlichten Album „Also sprach Zarathustra“ wird das von politischen Kontroversen und stilistischen Kehrtwendungen geprägte Werk Laibachs behandelt und in seinen internationalen Kontext eingeordnet.

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Rezension
Pop-Zeitschrift

 
Uwe Schütte

W.G. Sebald
[Writers and their Work]

Liverpool University Press (Liverpool) 2018

W.G. Sebald was a literary phenomenon: a German literary scholar working in England, who took up creative writing out of dissatisfaction with German post-war letters. Within only a few years, his unique prose books made him one of the most celebrated authors of the late twentieth-century. Sebald died prematurely, aged 57, after the publication of his most celebrated prose fiction Austerlitz. This accessible critical introduction, written by a leading expert, highlights Sebald’s double role as writer and academic. It discusses his oeuvre in the order in which his works were published in German in order to offer a deeper understanding of the original development of his literary writings. In addition to concise but incisive interpretations of the main publications, Schütte demonstrates how Sebald’s critical writings (most of which still await translation) fed into his literary texts and concludes his study with a perceptive assessment of Sebald as a cult author

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Rezensionen
Journal of European Studies
Vertigo

 
Uwe Schütte (Hrsg.)

Mensch – Maschinen – Musik
Das Gesamtkunstwerk Kraftwerk

C.W. Leske (Düsseldorf) 2018

Neuauflage im Taschenbuch 2021

Eine umfassende Bestandsaufnahme nach mehr als 40 Jahren Mensch-Maschinen-Musik: Die Band Kraftwerk zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Düsseldorfer Bahnhofsviertel und MoMA, New York.

Neue, kenntnisreiche und kritische Perspektiven auf das künstlerische Projekt Kraftwerk, das die Band aus dem Kling-Klang-Studio in die bedeutendsten Museen der Welt führte, prägen die Beiträge dieses mit raren Interviews und Zeitschriftenartikeln angereicherten Essaybandes. Sie beleuchten entlang der Diskografie die zentralen Themen der jeweiligen Schaffensphasen und stilbildende Alben wie Autobahn, Die Mensch-Maschine und Computerwelt in ihrem zeitgeschichtlichen Kontext. Anhand werkübergreifender Aspekte verorten weitere Essays Kraftwerk als multimediales Phänomen im kulturgeschichtlichen Hallraum von Pop Art und Konstruktivismus, technischer Innovation und künstlerischer Avantgarde. Ein Gespräch zwischen Alexander Kluge und Max Dax, ein Interview von Olaf Zimmermann mit Ralf Hütter und historische Features über Kraftwerk erweitern den Band zu einer noch größeren Umschau.

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Literaturkritik.de
Pop-Zeitschrift
Rolling Stone
Skug

 
Uwe Schütte (Hrsg.)

German Pop Music
A Companion

De Gruyter (Berlin/Boston) 2017

The development of German pop music represents a fascinating cultural mirror to the history of post-war Germany, reflecting sociological changes and political developments. While film studies is an already established discipline, German pop music is currently emerging as a new and exciting field of academic study.
This pioneering companion is the first volume to provide a comprehensive overview of the subject, charting the development of German pop music from the post-war period ‘Schlager’ to the present ‘Diskursrock’. Written by acknowledged experts from Germany, the UK and the US, the various chapters provide overviews of pertinent genres as well as focusing on major bands such as CAN, Kraftwerk or Rammstein. While these acts have shaped the international profile of German pop music, the volume also undertakes in-depth examinations of the specific German contributions to genres such as punk, industrial, rap and techno.
The survey is concluded by an interview with the leading German pop theorist Diedrich Diederichsen. The volume constitutes an indispensable companion for any student, teacher and scholar in the area of German studies interested in contemporary popular culture.

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Modern Language Review
Pop-Zeitschrift
Popular Music

 
Uwe Schütte (Hrsg.)

Über W.G. Sebald
Beiträge zu einem anderen Bild des Autors

De Gruyter (Berlin/Boston) 2017

Die Sekundärliteratur über W.G. Sebald hat in erstaunlicher Schnelle nahezu unüberschaubare Ausmaße angenommen. Allerdings bearbeitet der überwiegende Teil der Publikationen einen begrenzten Kreis an Themen, die man auf den Komplex Trauma–Holocaust–Intermedialität–Erinnerung–Melancholie reduzieren kann. Zumeist steht dabei der Roman Austerlitz im Fokus der Aufmerksamkeit, während – neben den anderen Prosabänden – ganze Werkbereiche vernachlässigt werden. 

Dazu zählen das Frühwerk und die Lyrik, aber auch das beachtliche Korpus literaturkritischer Schriften, sowie die weitgehend unbekannten szenischen Texte Sebalds. Angesichts dieser ungenügenden Lage fokussiert Über Sebald gezielt auf solche Themen und Texte, die bisher ignoriert oder nicht wirklich in ihrer grundlegenden Bedeutung für ein differenzierteres Verständnis dieses zwischen Literaturwissenschaft und Literatur, Deutschland und England, Verehrung und Ablehnung situierten Autors erkannt wurden. 

Bei den Beiträgern dieses zweisprachigen Bandes handelt es sich zumeist um internationale Sebald-Experten und Nachwuchsforscher sowie Privatgelehrte, die außerhalb des Wissenschaftsbetriebs stehen. Persönliche Erinnerungen von Sebalds Doktoranden runden den Band ab, der das bisher bekannte Bild dieses Schlüsselautors der Literatur des späten zwanzigsten Jahrhunderts wesentlich erweitert und über das geläufige Bild hinaus vertieft.

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Rezensionen
Modern Language Review
Weimarer Beiträge
Journal of European Studies
Pandaemonium

 
Uwe Schütte

GODSTAR
Der verquere Weg des Genesis P–Orridge zu GODSTAR Thee Director’s Cut By PSYCHIC TV. A Film Soundtrack Based On Thee L-if-E & Times Ov BRIAN JONES, und manches darüber hinaus (Quasi eine Geheimgeschichte aus der Popkultur)

Der Konterfei (Wien) 2015

Erweitert und überarbeitet als: GODSTAR. Eine Geheimgeschichte aus der Popkultur (Wien: Der Konterfei) 2018

GODSTAR erzählt vom verqueren Lebensweg des Neil Andrew Megson. Darüber, wie (s)ein GODSTAR ins Leben des 16jährigen einbricht, um ihn auf eine wunderliche Reise zu schicken. Der Band beleuchtet zentrale Stationen des Lebensweges von Genesis Breyer P-Orridge, der ihn von der Erfindung der Industrial Music bis zum Konzept der Pandrogynie führte. Von besonderem Interesse in dieser zweiten Fassung sind seine Berührungspunkte mit Aleister Crowley, dem Great Beast 666.GODSTAR liefert keine Heiligenlegende, sondern skizziert neben Kontexten, Weggefährten und Geistesverwandten nicht zuletzt auch die wechselnden Haltungen des Berichterstatters.

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Uwe Schütte

Figurationen
Zum lyrischen Werk von W.G. Sebald

Edition Isele (Eggingen) 2014

W.G. Sebald gilt heute als der vielleicht bedeutendste deutschsprachige Autor des späten 20. Jahrhunderts. Seine Prosawerke haben eine kaum mehr überschaubare Zahl von Deutungen und Kommentaren in Gang gesetzt. Wenig bekannt hingegen sind seine Gedichte, die im Verlauf von vier Jahrzehnten entstanden und zumeist posthum publiziert wurden. 
Diese Studie des Sebald-Schülers Uwe Schütte vermittelt einen kenntnisreichen Einblick in das poetische Gesamtwerk – von den Jugendgedichten bis zu den enigmatischen Mikropoemen, an denen Sebald unmittelbar vor seinem Tod arbeitete – wobei auch unbekannte Texte aus dem Nachlass analysiert werden. »Figurationen« macht es möglich, W. G. Sebald als Lyriker (neu) zu entdecken.

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Rezensionen
Journal of European Studies
Wiener Zeitung
Germanistische Mitteilungen

 
Uwe Schütte

Interventionen
Literaturkritik als Widerspruch bei W.G. Sebald

Edition Text & Kritik (München) 2014

“Ich habe einen Horror vor allen billigen Formen der Fiktionalisierung. Mein Medium ist die Prosa, nicht der Roman”, begründet W. G. Sebald seine Neigung zum essayistischen Schreiben. Und eben diese Erzählprosa W. G. Sebalds bildet den Stoff, auf dem Uwe Schüttes eindrückliche und kritische Beobachtungen zum biografischen, literaturwissenschaftlichen und literarischen Werdegang des Autors von “Austerlitz” fußen. 
Sebald ist einer der anerkanntesten und zugleich umstrittensten Schriftsteller der deutschen Literatur des späten 20. Jahrhunderts. Sein vielgerühmtes literarisches Werk ruht auf einem Fundament, das größtenteils kaum bekannt ist, nämlich die im Verlauf von rund 30 Jahren entstandenen kritischen Schriften. “Interventionen” bietet erstmals einen so tiefschürfenden wie umfassenden Überblick über die Literaturkritik Sebalds unter Einbezug zuvor unveröffentlichter Archivdokumente. 
Uwe Schütte legt anschaulich dar, wie sich Sebalds eigenwillige Literaturkritik – von der Magisterarbeit über Carl Sternheim bis zum polemischen Essay “Luftkrieg und Literatur” – entwickelt hat. Seine Studie skizziert damit die intellektuelle Biografie des vom Allgäu in die Provinz East Anglias entlaufenen Germanisten. Vor allem aber zeichnet “Interventionen” nach, wie Sebald im kritischen Widerspruch zu Germanistik und deutscher Nachkriegsliteratur selbst zum Schriftsteller wurde. 

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Rezensionen
Journal of European Studies
German Quarterly [Link folgt noch]
Vertigo
Interface

 
Paul Fleming  / Uwe Schütte (Hrsg.)

Die Gegenwart erzählen
Ulrich Peltzer und die Ästhetik des Politischen

Transcript (Bielefeld) 2014

Ulrich Peltzer ist einer der profiliertesten und markantesten Autoren der Gegenwartsliteratur. Seine vielgelobten Romane liefern präzise Porträts einer zersplitterten Gegenwart im Kontext urbaner Räume.
Mit einer Poetik radikaler Gegenwärtigkeit, die den Verästelungen post-fordistischer Prozesse im Bewusstsein der Romanfiguren nachgeht, registriert Peltzers Literatur sensibel soziale, politische und kulturelle Entwicklungen. Dieser Materialienband mit Einzelstudien internationaler Beiträger verschafft einen umfassenden Überblick über Ulrich Peltzers Werk. Ein aufschlussreiches Interview sowie eine ausführliche Bibliografie runden die Gesamtdarstellung ab.

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Claudia Gremler / Uwe Schütte (Hrsg.)

Raumerkundungen
Der Erzähler Klaus Böldl

Königshausen & Neumann (Würzburg) 2014

Mit stillen, unaufdringlichen Erzähltexten hat sich Klaus Böldl seit seinem vielgelobten Debüt Studie in Kristallbildung (1997) einen vorderen Rang in der deutschen Gegenwartsliteratur erschrieben. Seine Bücher, die zumeist den Norden Europas zum Ort der Handlung machen, loten die Untiefen eines Lebens an der Peripherie aus und schildern eindringlich die stillen Katastrophen, die sich im Inneren der Menschen abspielen. Dieser Materialienband versammelt erstmalig Beiträge namhafter internationaler Wissenschaftler zum bislang unzureichend erforschten Werk Böldls, die dem Versuch gewidmet sind, dem eigenwilligen Ton dieses Erzählers auf die Spur zu kommen. Ergänzt werden die Aufsätze durch einen poetologischen Essay des Autors, ein Interview mit Böldl sowie eine Bibliografie und Zeittafel. 

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Rezensionen
Literaturkritik.de

 

Uwe Schütte

Unterwelten
Zu Leben und Werk von Gerhard Roth

Residenz (St. Pölten) 2013

Leben und Werk eines der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller unserer Zeit. Mit seinen Romanzyklen „Orkus“ und „Die Archive des Schweigens“ hat Gerhard Roth sich als einer der bedeutendsten Schriftsteller der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur erwiesen. Seine literarische Arbeit hat er drei Jahrzehnte lang dem Kampf gegen das Verschweigen historischer Schuld gewidmet, wie er sich auch immer wieder engagiert in politische Debatten eingemischt hat. Uwe Schüttes Dossier verschafft einen aufschlussreichen Einblick in Roths umfangreiches Gesamtwerk und macht es als künstlerische Spurensuche im Dunkel der Vergangenheit begreifbar – als Projekt, das immer auch als Gegenentwurf zur offiziellen Geschichte lesbar ist, als vielschichtiges Werk, das den Verfolgten, Vergessenen und Ausgegrenzten eine Stimme gibt.

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Journal of Austrian Studies
EKZ Bücherdienst
Literaturhaus Wien

 

Uwe Schütte

Urzeit, Traumzeit, Endzeit
Versuch über Heiner Müller

Passagen (Wien) 2012

Der materialistische Gespensterdramatiker Heiner Müller, hier aus ungewohnt kulturanthropologischer Perspektive betrachtet, war ein veritabler Grundlagenforscher über die gewalttätigen Wurzeln des Menschen. Aus der Rückwendung zum anthropologischen Urgrund versuchte Heiner Müller das Potential zur Herstellung einer besseren Zukunft zu gewinnen. Damit der Kommunismus zur wahren Befreiung der Toten führen wird. 
Dieser Essay von Uwe Schütte unternimmt eine so unorthodoxe wie überfällige Annäherung an das komplexe Werk Heiner Müllers. Unter kulturanthropologischem Vorzeichen werden zentrale Dramen wie Mauser, Bildbeschreibung oder Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft mit Argonauten diskutiert, aber auch Gedichte und weithin unbekannte Kurzprosa. Die assoziativ vorgehende Analyse kreist dabei um Stichworte wie Mantik und Kannibalismus oder Opfer und Verausgabung sowie um das Traumzeitdenken der australischen Aborigines, Ritus und Mythos am Beispiel entpersonalisierter Postdramatik, das Schweigen als Urgrund des Theaters, das Kainsmal als Urschrift, schamanistische Jenseitsreisen, prophetische Rede und traumatischer Wiederholungszwang in der Prosa. Abseits gängiger Interpretationsansätze eröffnet sich dadurch ein tiefgreifendes Verständnis für die kulturanthropologische Basis von Heiner Müllers Schreiben.

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Rezensionen
Theater der Zeit

 

Uwe Schütte

W.G. Sebald
Einführung in Leben & Werk

V & R / UTB (Göttingen) 2011

Uwe Schütte ist Sebald-Schüler und intimer Kenner von dessen Leben und Schaffen. Er bietet eine vollständige, gut lesbare, strukturierte und kritische Darstellung und Analyse der Werke W.G. Sebalds, die auch seine literaturkritischen Schriften einbezieht. Die zum Verständnis notwendigen biografischen Informationen werden ebenso mitgeliefert. Ein Serviceteil schließt das Buch mit einer Zeittafel zu Leben und Werk, einer Auswahlbibliografie und einem Werkregister ab.

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Rezensionen
Arbitrium
German Studies Review
Germanistische Mitteilungen

Uwe Schütte

Thomas Bernhard

Böhlau/UTB Profile (Weimar) 2010

Der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard (1931– 1989) zählt zu den bedeutendsten Romanschriftstellern und meistgespielten deutschsprachigen Dramatikern der Gegenwart. Zwischen den ersten journalistischen Texten und dem Skandal um sein letztes Theaterstück »Heldenplatz« spannt sich ein gewaltiges Oeuvre, das von einer kaum zu überblickenden Sekundärliteratur flankiert wird. In diesem Dickicht bietet die vorliegende Einführung zuverlässige Orientierung auf knappstem Raum.
Das Studienbuch führt in Leben und Werk ein und organisiert das Material weitgehend chronologisch nach Gattungen geordnet. In der Germanistik ist Bernhard längst kanonisiert, doch fehlt es oft an Verständnis für die spezifisch österreichischen Aspekte seiner Sprachkunst, weshalb diesen hier besondere Aufmerksamkeit gilt. Das Abschlusskapitel ist dem Kult um Thomas Bernhard gewidmet.

 

Uwe Schütte

Heiner Müller

Böhlau/UTB Profile (Weimar) 2010

Heiner Müller (1929–1995) zählt zu den bedeutendsten deutschen Dramatikern im 20. Jahrhundert, der es stets verstand zu provozieren. Der vorliegende Band behandelt alle Werkgruppen Müllers, also neben den Arbeiten für das Theater auch die Lyrik, die Prosa, die Essayistik sowie erstmals die Interviews. Zeittafel, Literaturverzeichnis und Werkregister machen ihn zu einem unverzichtbaren Überblickswerk für Studierende der Literatur- und Theaterwissenschaften wie für Literaturinteressierte.

Rezensionen
EKZ Bücherdienst

 

Uwe Schütte

Arbeit an der Differenz
Zum Eigensinn der Prosa von Heiner Müller

Winter (Heidelberg) 2010

Die Studie unternimmt die erste umfassende Untersuchung der Prosa von Heiner Müller, die in einer Vielzahl von wechselnden Kontexten und Funktionen eine Brücke bildet zwischen den lyrischen und dramatischen Texten des Autors. Ihre besondere Form besteht dabei in der Verweigerung traditioneller Gattungsnormen aufgrund ihres offenen, prozessualen Charakters. Daher wird der wildwüchsige Bestand an Prosatexten in thematischen Werkgruppen kategorisiert, einer literaturhistorischen Ortsbestimmung unterzogen und systematisierend im Feld der ›Kurzen Formen‹ eingeordnet. Diese Präzisierung des Eigensinns Müller’scher Prosa unternimmt dabei nicht nur einen auch unpublizierte Nachlasstexte umfassenden Werkdurchgang, sondern leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Klärung des höchst komplexen Textbegriffes bei Müller.

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Rezension
Zeitschrift für deutsche Philologie

 

Uwe Schütte (Hrsg.)

Edmund Mach. Meine abenteuerlichen Schriften
Gedichte & Prosa 1965-1996

 Picus (Wien) 2009

Den überwiegenden Teil seines, nach eigener Meinung, ‚verpfuschten‘ Lebens verbrachte er in der Psychiatrie und in Pflegeheimen: Edmund Mach, geboren 1929 in Wien – schizophrener Anstaltspatient und außergewöhnlicher Dichter.Von Primar Leo Navratil unter seinen Gugginger Patienten entdeckt, lebte er viele Jahre im legendären ‚Haus der Künstler‘ auf dem Anstaltsgelände der Niederösterreichischen Landesnervenklinik neben mittlerweile weltbekannten Art-brut-Künstlern wie Johann Hauser oder August Walla. Und er stand zeitlebens im Schatten seines berühmten Autorenkollegen Ernst Herbeck. Nun ist Edmund Mach aber als Verfasser ungewöhnlicher Texte zu entdecken, die mehr sind als poetische Botschaften aus dem Reich des Wahnsinns: nämlich beachtenswerte, anrührende und überzeugende Literatur. In ‚Meine abenteuerlichen Schriften‘ hat der Herausgeber Uwe Schütte, ein Experte für psychopathologisches Schreiben, die besten Gedichte und Prosastücke Machs versammelt, darunter auch eine große Zahl von erstmals publizierten Texten aus dem Nachlass. Ein umfangreicher Bildteil und ein einfühlsames Nachwort runden den Band ab. ‚Ich lebe bis 2078‘, hat Edmund Mach einmal fälschlich prophezeit. Er starb jedoch 1996 in einem New Yorker Hotelzimmer.

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Rezensionen
Neue Zürcher Zeitung

 

Uwe Schütte

Die Poetik des Extremen
Ausschreitungen einer Sprache des Radikalen

Vandenhoeck & Ruprecht (Göttingen) 2006

Gibt es eine Traditionslinie extremistischer Poetiken in der deutschsprachigen Literatur? Uwe Schütte untersucht anhand literarischer Texte ab dem späten 18. Jahrhundert den Konnex zwischen historischen Phänomenen wie Revolution, Krieg oder Terrorismus und extremen biografischen Umständen wie Schizophrenie für die Herausbildung radikaler Schreibweisen. Die Spannbreite der behandelten Autoren reicht dabei von der Klassikertrias Kleist, Hölderlin und Büchner über Schriftsteller des 20. Jahrhunderts wie Ernst Jünger oder Hans Henny Jahnn bis zu den Gegenwartsautoren Ernst Herbeck und Rainald Goetz.

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Rezensionen
Seminar
Monatshefte
IASL Online
Literaturkritik.de

Uwe Schütte

Basis-Diskothek Rock und Pop

Reclam (Stuttgart) 2004
  1. Auflage: 2008
  2. Auflage: 2011

Was darf in einem gutsortierten Plattenschrank aus den Bereichen Rock und Pop nicht fehlen? Uwe Schütte hat diese Frage in seinem kompakten Band beantwortet – »bestechend klar geschrieben, sauber ausgewählt und mit allen wichtigen Daten versehen.« Register der Platten und Gruppen erleichtern die Orientierung. Die inzwischen dritte Auflage des Bandes wurde komplett durchgesehen, überarbeitet und um Texte zu neu erschienenen Platten ergänzt.

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Uwe Schütte

Auf der Spur der Vergessenen
Gerhard Roth und seine ›Archive des Schweigens‹

Böhlau (Wien) 1997

In diesem Buch unternimmt der Autor die erste spezifische Auseinandersetzung mit Gerhard Roths siebenteiligem Zyklus “Die Archive des Schweigens”. Die Studie wurde als Einstieg in den Zyklus konzipiert, wobei jedes Kapitel auch als autonome Einzelanalyse des jeweiligen Zyklusbandes lesbar ist. Darüber hinaus versucht sie, auf oft unorthodoxe Weise, die dem Zyklus zugrundeliegenden Themen und Problembereiche herauszuarbeiten, wie etwa der Darstellbarkeit psychopathologischer Bewusstseinszustände.

Rezensionen
Modern Austrian Literature
Literaturhaus Wien